mit freundlichen grüßen
die Daphne
Ja, stimmt, Island wäre schöner!
das mit den roten Flecken ist tatsächlich ein Problem, bei dem man etwas Geduld beweisen muß!
Sie gehen im Laufe der zeit zwar weg, aber natürlich sind sie sehr störend.
Zum einen kann man sie abschminken. Andrerseits helfen viele Akne produkte auch gut gegen diese Flecken. Gut fand ich den Hinweise mit der Siliiumhaltigen Maske von blue lagoon aus Island - die mineralischen Inhaltsstoffe helfen sehr gut bei der Akne! Und auerdem ist ein Peeling immer noch billiger als die Reise nach Island - aber das ist halt auch schöner...
Ansonsten empfehle ich hier die gute alte Zinksalbe - über Nacht aufgetragen!
Viele Grüße und nochmals alles Gute und viel Erfolg!
Dr. Birgit Kunze
war gerade auf der Homepage von Blue Lagoon. Meinst Du
Blue Lagoon Silica Mud Mask oder Blue Lagoon
Algae & Mineral Body Scrub oder noch was anderes?
Wäre nett, wenn Du antworten würdest.
VG, Vanessa
Hallo,
Ich bin 22.
Als erstes: Billigprodukte aus dem
Supermarkt (z.B. AOK, Clearasil und
ähnliches) helfen da überhaupt (!)
nicht.
Jemand, der unter Akne leidet hat
fettige Haut und vergrößerte Poren.
Diese ist hormonell bedingt und auf
lange Sicht mit der Pille ins
Gleichgewicht zu bekommen.
Unvermeidlich.
Für die akute Behandlung kann der
Arzt eine Benzoylperoxid Creme (5 %)
verschreiben. Diese lässt Pickel
verschwinden und trocknet die fettige
Haut aus.
Zur unterstützenden Behandlung
empfehle ich ausdrücklich Produkte
von Clinique (werden auch von
Hautärzten empfohlen). Die Produkte
dieser Firma sind ölfrei (sogar die
Feuchtigkeitscreme, die man auch bei
Akne gelegentlich braucht) und lassen
keine Pickel sprießen. Auf der Clinique
Website kann man einen Hauttest
machen lassen, der Dir Deinen Hauttyp
von 1-4 verrät. Aknehaut ist meistens
zwischen 3 und 4.
Von Clinique empfehle ich den
Reinigungsschaum und die Tonerde.
Ein Peeling empfehle ich bei Akne auf
keinen Fall, sollte dies dennoch nötig
sein, so soll's dann doch die grüne
Tube von Clinique sein.
Von Clinique gibt es eine Drei-
Phasen-Pflege, die man zusätzlich
kaufen könnte (auch auf den Hauttyp
abgestimmt), aber zuviel des guten
trocknet die Haut aus (der
Reinigungsschaum ist dadrin auch
enthalten).
Makeup! Auf keinen Fall Billig-Makeup
verwenden, das verstopft die Poren.
Auch hier gibt es Passendes von
Clinique. Das richtige Makeup
verhindert, dass Poren verstopfen und
so Pickel entstehen und dass kein
Schmutz direkt an die Haut gelangt
(kann also unter Umständen sogar
helfen bei der Hautreinigung).
Gelegentlich ein Dampfbad (heiße
Schüssel Wasser und Handtuch übern
Kopf) mit Kamillentee reinigt die Poren
grundtief. Die Haut wird sehr weich.
Keine Radikalkur mit Kamille direkt auf
die Akne, das reizt die Poren noch
mehr.
Würde kein Hautarzt empfehlen, aber:
regelmäßig Sonnenbank (in Maßen)
hilft ebenfalls unterstützend.
Zusätzlich gibt es ein geradezu
Wundermittel aus Island, die Marke
heißt "Blue Lagoon." Eine große Tube
mit einer peelingartigen Substanz
bestehend aus dem Blaue Lagune
Schlamm, die die Haut superzart und
glänzend macht. Soll ein Wundermittel
gegen Hautkrankheiten sein. Ich selbst
habe es erst benutzt, als ich die Akne
fast überwunden habe - sie war
danach komplett weg.
Etwas teurer (ohne geht's auch): Direkt
ein Bad in der Blauen Lagune in Island.
Man spürt richtig, wie die Haut anfängt
zu kribbeln und sich zu verbessern.
So habe ich die Akne überwunden. All
diese Produkte sind unbedenklich und
helfen tatsächlich.
Auf keinen Fall Werbesprüche glauben
und Billigprodukte kaufen. Nicht am
falschen Ende sparen.
Zusätzliche Tips: Geduld, Geduld,
Geduld und auf keinen Fall Produkte
wechseln.
Ansonsten wünsche ich viel Glück!
vielen Dank für die Antwort und das Daumendrücken fürs Examen.
Haben Sie noch einen letzten Rat dafür, wie man vielleicht während der Behandlung schon die roten Flecken los wird. Gibt es eine Creme, die leicht schält, und die man punktuell auftragen könnte. Meine Hautärztin hat mir noch Isotrexin Gel für die Flecken verschrieben, aber es passiert gar nichts. Meine Haut wird nicht einmal trocken, geschweige denn, dass sie sich schält. Oder gehen die einfach mit der Zeit weg und wie lange könnte das dauern?
Viele Grüße nach Hamburg und ich hoffe, dass meine Haut nach dem Examen so gut ist, dass ich mich nicht mehr im Forum melden muss. ;)
Steffi
so weit man weiß, hängt die Akne tarda - also die Spätakne der erwachsenen Frau - tatsächlich mit einem erhöhten Stress-Level zusammen. Insgesamt gibt es zu diesem Krankheitsbild nur wenige Studien, teilweise auch schon über 1 Jahre alt. Diese Studien stammen aus verschiedenen Ländern (Frankreich, USA und England) und alle deuten tatsächlich daraufhin, daß Stress eine mit entscheidende Ursache ist. Dies kommt durch die Stresshormone (Adrenalin, Noradrenalin), die offenbar in der Haut eine Verstärkung der männlichen Hormone bewirken. Außerdem weiß man auch garnicht so genau, was eigentlich in der Haut selbst passiert. Faszinierende neue Untersuchungen zeigen, daß die Haut ein ganz eigenes "Hormon"-Leben hat, also nicht nur Empfänger, sondern offensichtlich sogar Produzent von Hormonen ist! Das erklärt, warum wir bei der Akne tarda so oft Blut abnehmen und letztlich im Blut keine großen veränderungen finden können - die Haut hingegen eine ganz andere Geschichte erzählt!
Also, die Chancen stehen gut, daß nach Beendigung des Examens- Stress auch die Haut wieder okay ist! Hier ist ein bißchen Optimismus tatsächlich angesagt...
Die Knoten in bestimmten Arealen der Haut sind nicht auf die Verwendung eines bestimmten Wirkstoffes zurück zu führen, sondern hängen mit der ganz eigenen Verteilung der Hautveränderungen bei der akne tarda zusammen. Bei der Akne tarda sind nicht die üblichen Stellen (oder nur ganz selten) betroffen, sondern eben gerade Kinn, Hals-Wangenbereich, gerne auch mal die Arme.
Also, ich drücke alle Daumen daß sich alles zum Guten regelt - Examens - Hautstress...
Viel Erfolg, viele Grüße aus Hamburg!
Dr. Birgit Kunze
vielen Dank für die Antwort. Dann werde ich das Ganze jetzt wohl doch erst mal durchziehen und hoffen, dass die Knoten, die noch da sind, auch verschwinden. Denn sonst hätte das Ganze nicht so viel gebracht - denn der Grund für die Einnahme, waren ja die Knoten.
Glücklicherweise ist Ihr Optimismus auch per mail angekommen, so dass ich jetzt etwas beruhigter bin.
Ich hätte allerdings noch zwei Fragen:
1) Könnte es auch sein, dass eine Akne tarda in Stresssituationen auftritt - ich bin seit einiger Zeit im Examen und auch sonst war es eher stressig. Oder ist das für eine Akne tarda unerheblich? Ich bin bald fertig und hoffe, dass meine Haut danach vielleicht schon etwas besser wird.
2) Ich habe vor anderthalb Jahren meine Haut durch Zeniac LP Creme forte sehr überstrapaziert und hatte auch leichte Verätzungen dadurch. Kann es sein, dass die Knoten am Kinn udn die Pickel an den Wangen (es sind genau die Stellen, wo ich das Zeniac benutzt habe) dadurch entstanden sind. Oder ist das eher Zufall?
Was könnte man in so einem Fall machen, wenn es daran liegen würde?
Vielen Dank schon mal im Voraus.
Viele Grüße,
Steffi
Sie fragen zu Recht, woher ich eigentlich meine Sicherheit nehme, daß die Haut wieder gut wird... die Frage ist wirklich berechtigt! Allerdings habe ich wirklich sehr oft gesehen, daß der Gewinn (neudeutsch "benefit") durch die Isotretinointherapie sehr groß ist - ganz besonders dann, wenn man sehr langsam ausschleicht - was ich ja bereits erwähnte! Dringend rate ich davon, zuviele therapeutische Änderungen in kurzer Zeit vorzunehmen - also im konkreten Fall würde ich vorschlagen, daß Sie mindestens drei Monate nach Absetzen der Hormontherapie warten, bis Sie mit einer eventuellen Reduktion der Isotretinointherapie anfangen!
Noch ein Wort zu den guten Chancen, daß die Haut wieder so gut wird wie früher: Offensichtlich gibt es auch immer Schwankungen im Laufe des Lebens - bei Ihnen handelt es sich offenbar um eine Akne tarda - also eine Spätakne der erwachsenen Frau. Diese Sonderform der Akne tritt bevorzugt in einem umschriebenen Alter auf - meist zwischen 25-5 Jahre. Danach ist meistens wieder Ruhe (wenn sich da nicht auch schon wieder etwas verschiebt!). Auf jeden Fall ist die Chance, daß eine gut behandelte Akne tarda wieder "ausheilt", doch recht gut!
Wichtig ist in Ihrem Fall, auch zur Bewertung Ihrer Fragen, wie der derzeitige Hautzustand ist. Also: Ist die Haut eher talghaltig? Gibt es noch entzündliche Veränderungen? Wenn das nach den Behandlungen nciht mehr der Fall ist, dann können Sie bezüglich der Reduktion der Isotreitnoindosis auch beruhigt sein! Andernfalls, sollten noch Hautveränderungen vorhanden sein, dann ist eventuell der regelmäßige Besuch einer medizinischen Kosmetikerin unterstützend!
Nun bitte noch eine Frage zur Dermabrasion bzw. Green Peel. Wird die Haut nicht verletzt, wenn man sie einer solchen Behandlung unterzieht?
Vielen herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen.
Liebe Grüße aus München
Sonja
meine Ärztin hat sich jetzt doch gerade wegen der Verhütung (die sie ja auch angesprochen haben) dazu entschieden, dass ich die Pille und das Androcur noch für weitere zwei Monate nehmen soll. Da das Testosteron nach Angaben des Endokrinologen so weit runtergefahren ist (auf jeden Fall schon seit 1,5 Monaten), dass es nun nicht mehr daran liegen kann, will sie sehen, inwieweit die Isotretinoin-Therapie überhaupt die Richtige ist. Ich nehme das ganze schließlich seit einem ganzen Jahr und die Hormone seit einem halben Jahr. Ich frage mich, wie lange das noch gehen soll. Es ist doch merkwürdig, dass das ganze nicht mal abgehakt ist, oder kann es sein, dass es wirklich so lange dauert? Man hört doch immer nur Behandlungszeiten von einem halben Jahr. Bei den meisten ist der Hautzustand dann auch so gut, dass Medikamente nicht mehr notwendig sind. Und ich nehme ja sogar noch Hormone.
Und ich kann ja selbst dann, wenn ich ohne Hormone auskomme, nicht mein Leben lang Roaccutan nehmen.
Wenn ich sie richtig verstanden habe, soll ich - jetzt zumindest - nach den zwei Monate die Hormone absetzen und das Isotretinoin langsam zurückzufahren. Wie lange sollte man zwischen dem Absetzen der Hormone und dem Runterfahren des Isotretinoins noch warten?
Ich weiß, dass es dazu besimmt keine Zahlen gibt, aber sie sprechen von einer guten Chance, dass sich die Haut nicht so sehr verschlechtert, wenn ich die Hormone absetze. Natürlich möchte ich nicht wieder so aussehen wie ganz zu Beginn der Roaccutantherapie. Könnten Sie mir deshalb erklären, wieso die Chancen gut stehen, vielleicht bin ich dann selbst etwas optimistischer. Ich hatte bis vor ca. zwei Jahren auch nie solche Probleme mit der Haut. Und ich würde natürlich irgendwann gerne wieder so aussehen wie davor.
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Viele Grüße aus Hamm,
Steffi
wie Sie sicher gemerkt haben: Auch das Akne Forum Team hat letzte Woche gestreikt - und zwar gegen die geplante Gesundheitsreform! Wenn es mit dem deutschen Gesundheitswesen so weiter geht - wie bisher und wie in der Zukunft geplant - dann ist die fachärztliche Behandlung der Akne schwer in Frage gestellt!
Wir können nur alle Betroffenen - und natürlich auch alle anderen Leser, schließlich ist jeder irgendwann mal Patient! - dringend auffordern, sich gegen die Verschlechterungen im Gesundheitswesen zu wehren. Wir habe kein Patentrezept, wie das aussehen könnte - und setzen hier auf Ihre Kreativität!
Eines ist jedoch klar: Protest muß in jedem Fall sein!
Nun aber zu Ihren Fragen, die ich gerne der Reihe nach beantworten würde!
Zuerst zu der Frage von Nina
aus Bayern:
Sie schreiben, daß Sie aufgrund eines Venenleidensmit der Pille aufhören mußten.
Tatsächlich ist es so, daß nahc Absetzen der Pille erstmal eine Verschlechterung eintritt, die behandelt werden muß. Irgendwann "gewöhnt" sich die Haut aber an den neuen Zustand, so daß Sie in keinem Fall damit rechnen müssen, lebenslang zur Antibiotika-Einnahme verdonnert zu sein!
Ich würde Ihnen folgendes vorschlagen: Am besten nehmen Sie bei einer akuten verschlechterung über einen entsprechend langen Zeitraum, beispielsweise Wochen, Antibiotika ein. Danach würde ich auf keinen Fall die Therapie beenden, sondern weiter Zinktabletten (aus der Apotheke) einnehmen. Außerdem ist eine parallele medizinisch-kosmetische Ausreinigung der Haut sehr sinnvoll!
Dann zur Frage von Steffi aus Hamm:
In Ihrem Fall soll der Hormonspiegel bestimmt werden - ohne Hormoneinnahme, versteht sich. Sollte sich die Haut verschlechtern, kann man tatsächlich die Isotretinoin-Dosis erhöhen - allerdings würde ich das nicht von vorneherein so handhaben, weil Sie gute Chancen haben, daß alles gut geht und die Haut garnicht soviel schlechter wird. Tatsächlich ist es nach dieser Prozedur die Frage, ob Sie wirklich erneut mit der Hormoneinnahme beginnen sollten, wenn die Haut unter der alleinigen Einnahme von Isotretinoin ausreichend gut ist! An dieser Stelle der unvermeidliche Hinweis: Sie sollten in keinem Fall schwanger werden. Wie Sie wissen, ist uns Ärzten vorgeschrieben, auf eine doppelte (!!) Verhütung zu achten - Pille allein reicht auf einmal nicht..
Aber wenn das alles geklärt ist, dann fahren Sie meines Erachtens ohne die Hormone - bei gleichbleibend guter Haut - in jedem Fall besser!
Außerdem kann man das Isotretinoin auch ganz LANGSAM absetzen - sprich eine Dosisreduktion über viele Wochen, dann "merkt" der Körper sozusagen nicht, daß ihm langsam das Isotretinoin entzogen wird!
Und nun - last, but not least!- zur Frage von Sonja aus München.
Die von Ihnen beschriebenen Veränderungen - also eine Verschlechterung der Haut UNTER der Einnahme von Hormonen - ist garnicht so ungewöhnlich, wenn auch nciht so häufig. Dazu muß man wissen, daß die Haut offensichtlich quasi über einen eigenen Hormonhaushalt verfügt. Mein vorschlag wäre - unter der derzeit bestehenden Veränderung - doch einen Hautazrt vor Ort aufzusuchen und mit ihm eine gegebenenfalls indizierte Isotretinointherapie zu besprechen! Natürlich können Sie außerdem Gamma-Linolensäure-Kapseln einnehmen - diese erhalten Sie beispielsweise im reformhaus, z.B. als Nachtkerzensamenöl, Borretschsamenöl - alles als Kapsel.
Aber bei dem derzeit beschriebenen "Schub" würde ich dazu noch eine hautärztliche Beurteilung dringend empfehlen!
Ich wünsche allen viel Erfolg!!
mit herzlichen Grüßen aus Hamburg
Dr. Birgit Kunze
Wo bekomme ich die von Ihnen empfohlene alpha-Linolensäuren aus hochgereinigtem Leinöl? Wenn ich den Begriff in die Suchmaschine eingebe, komme ich nur auf Pferdefutter ;-) Gibt es das bereits in Tablettenform?
Fragen über Fragen...
Entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie so überhäufe.
Liebe Grüße aus München
Sonja
Ich war nun bei einer Kosmetikerin beim Ausreinigen. Die Haut war für ein paar Tage wunderbar und nun blühen neue Pickel.
Die Kosmetikerin hat mir im übrigen eine Greenpeel-Fruchtsäure-Behandlung empfohlen. Was halten Sie davon? Ich habe irgendwie Angst davor. Die Haut wird doch durch solche Eingriffe massiv verletzt.
Einen Hautarztbesuch habe ich bisher noch nicht gemacht, da ich noch keinen gefunden habe, der Akne als massives Problem anerkennt...
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Schöne Grüße aus München
Sonja
ich nehme seit einigen Monaten Hormone (nicht nur die Pille) und Roaccutan wegen Akne. Da ich jetzt die Hormone absetzen soll, um einige richtige Diagnostik zu machen (wieso mein Hormonspiegel ohne Medikamente nicht in Ordnung ist), wollte ich fragen, ob ich für diese Zeit eine höhere Dosis Roaccutan nehmen soll. Durch die Hormone hat sich die Haut im letzten Monat etwas gebessert und die Hormone sind jetzt im Normalbereich verbessert, aber ich kann sie ja nicht für den Rest meines Lebens nehmen. Oder gibt es sonst eine andere Möglichkeit?
WEnn ich jetzt die Medikamente erst einmal weiter nehme und sie absetze, wenn die Akne fast weg ist, bekomme ich ja wieder einen Schub oder? Ist es dann nicht besser, jetzt die Hormone abzusetzen, wenn eine Verschlechterung sowieso unvermeidlich ist? Oder kann es sein, dass das Roaccutan die Verschlechterung abfängt?
VIelen Dank für Ihre Antwort, Steffi
also: Microdermabrasion ist auch bei dann in Ordnung, wenn WENIGE Entzündungen bestehen! Allerdings gehe ich natürlich davon aus, daß auch ganz penibel hygienisch gearbeitet wird, also bei der Behandlung auch Handschuhe getragen werden und die entzündeten Stellen vorher und nachher desinfiziert werden. Bei stärkeren Entzündungen könnte tatscählich eine gewisse Problematik bestehen: Bakterien könnten theoretisch bei sehr vielen Entzündungen weiter verteilt werden.
Aber so - und unter Einhaltung der oben genannten hygienischen Bedingungen (gegebenenfalls gibt es noch die eine oder andere mehr, die ich jetzt nicht genannt habe..) sehe ich kein Problem!
Wie gesagt: Das Schöne an der Microdermabrasion ist ihre Kontrollierbarkeit!
Viel Erfolg, mit freundlichen Grüßen aus Hamburg!
Dr. Birgit Kunze
Sie fragen nach der Microdermabrasion - tatsächlich ist diese besonders bei empfindlicher Haut zu empfehlen! Gerade dadurch, daß es sich um eine mechanische Form des Peelings handelt, ist eine gute Kontrollierbarkeit vorhanden - im Gegensatz zu chemischen Susbtanzen, die zwar gut sind, dennoch aber einige Überraschungen gerade bei sensibler Haut beinhalten können!
Durch die Microdermabrasion wird die Verhornungsstörung der haut reguliert - diese spielt eine große Rolle bei immer wiederkehrenden, tief sitzenden Entzündungen.
Außerdem wird die Durchblutung sehr gut angeregt, so daß vorhanden, entzündliche Veränderungen rasch abheilen. Prinzipiel spricht nichts gegen eine Microdermabrasion einmal pro Monat - schließlich ist bei robuster Haut auch eine wöchentliche Behandlung möglich - und oft auch notwendig!
Ein "goldener" Tip: sollte die Haut nach der Microdermabrasion mehr als normal spannen, tragen Sie ruhig etwas reichhaltigere Pflege auf! Die Microdermabrasion führt letztendlich zu einer Austrocknung der Haut - bei vielen Akne-Formen erwünscht, jedoch bei empfindlicher Haut eher problematisch. Das können Sie aber selbst ausgleichen! (Natürlich nicht zu doll - sonst besteht wieder das "Pickel"-Problem...)
Ansonsten würde ich Ihnen für die jetzt kommenden Wintermonate durchaus monatliche Kuren empfehlen!
Viele Grüße aus Hamburg
Dr. Birgit Kunze
die Kontaktlinsen könnn bei Isotretinoin ein Problem sein. Am besten nimmst du weiche Linsen. du mußt sehr auf die Pflege achten. Die Linsen so oft wie möglich rausnehmen und auf jeden Fall immer mal wieder tropfen!
Wenn es ein unangenehmes Gefühl gibt solltest du eher wieder Brille tragen. Es gibt einige Leute die trotz Iso ihre Linsen weiter getragen haben. Das ging auch!
Wär ja auch blöd wenn die Haut gut aussieht auf einmal dann wieder auf die geliebten linsen zu verzichten!
Viel Erfolg!
viele Grüße von Setareh
ich habe gerade heute mit der Isotretinoin-Behandlung angefangen.
Ich trage Kontaktlinsen und möchte nur ungern wieder auf eine Brille zurückgreifen. Wer hat Erfahrung mit der Isotretinoin-Behandlung in Verbindung mit Kontaktlinsen?
Ist es wirklich notwendig, diese rauszunehmen oder kann man mit Feuchtigkeitstropfen für die Augen entgegenwirken?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!!!
Sie schreiben, daß es bei Ihnen nach einem Fruchtsäure-Peeling zu einer fraglichen Verätzung gekommen ist - bedingt evtl. durch zu trockene Haut durch die Vorbehandlung mit BPO.
Das Wort "Verätzung" würde ich hier eher mit Vorsicht benutzen, denn die Fruchtsäure kann am Anfang auf jeden Fall Rötungen und Schuppungen hervorrufen - damit ist aber noch nicht gesagt, daß es auch gleich zu einer Narbenbildung kommt.
Sehr wichtig ist eine gute Nachbehandlung, wenn das Fruchtsäure-peeling mal an der einen oder andren Stelle zu heftig war.
Das heißt konkret, daß mam die Haut gut pflegt, dafür sorgt, daß sie nicht zu sehr austrocknet - und dann etwas Geduld zeigt, denn letzlich kann sich aus diesen anfänglich roten und schuppenden Stellen dann auch eine sehr glatte und feine Haut entwickeln. Es gibt durchaus chemische Peelings, die erstmal mit ähnlichen Veränderungen einhergehen - dabei handelt es sich um sogenannte "mittlere" und "tiefe" Peelings, wie z.B. Trichloressigsäurepeeling oder - noch tiefer gehend - ein Phenol-Peeling.
Also: Noch etwas Geduld haben, den behandelnden Arzt (die Kosmetikerin) nochmals aufsuchen - und die betroffenen Hautareale gut vor UV- Strahlung schützen, da es anderenfalls zu Pigmentierungen kommen kann!
Mit freundlichen Grüßen aus HH!
Dr. Birgit Kunze